In der Presse




26.03.2010

Haug: Frauen noch immer diskriminiert

Den Aktionstag für Lohngleichheit am heutigen 26. März nutzt auch die Bottroper Europaabgeordnete Jutta Haug (SPD), um auf die schlechtere Bezahlung von Frauen gegenüber Männern hinzuweisen und fordert in diesem Zusammenhang gesetzliche Regelungen.


„Trotz aller rechtlichen Festsetzungen wie das Benachteiligungsverbot im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gibt es in den meisten Wirtschaftsbereichen noch immer eine Diskriminierung von Frauen bei der Bezahlung", sagt Haug Im europäischen Durchschnitt bekamen Frauen zwischen 18 und 19 Prozent weniger Lohn als die Männer. In Deutschland seien es durchschnittlich 23 Prozent weniger. „Wir zählen so mit Estland zu den europäischen Schlusslichtern."
Um Frauen den Einstieg die Arbeitswelt zu ermöglichen, müssten genügend Betreuungsmöglichkeiten für Kinder geschaffen werden. Hang; „Durch ein flächendeckendes, öffentliches Betreuungssystem wie in Belgien oder Frank-reich müssen sich Frauen eben nicht mehr nur auf die schlechter bezahlten, klassischen Frauenberufe konzentrieren. Nur so können wir konsequent etwas für den Aufstieg von Frauen im Beruf erreichen."
Zudem spricht sich Jutta Haug für eine Quotenregelung in Aufsichtsraten aus, da drei Viertel aller Top-Positionen in Unternehmen von Männern besetzt sind.



24.03.2010

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - für viele Frauen immer noch ein Traum

Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern beträgt derzeit 23 Prozent
Im EU-Vertrag steht es, im Grundgesetz so-wieso und im Sozialgesetz-buch auch: Frauen sind Männern gleichberechtigt. Und es gilt: gleicher Lohn bei gleicher Arbeit an glei-chem Ort, und das bitte für Frauen wie für Männer. Nur: Die Wirklichkeit in Unter-nehmen sieht oft anders aus. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, gibt es weltweit den „Equal Pay Day".


Den „Tag der Entgeltgleichheit", diesmal ist es Freitag, 26. März, nutzen Frauen auch im Kreis, um auf die schlechtere Bezahlung gegenüber Männern bei gleicher Arbeit hinzuweisen. Die Europaabgeordnete Jutta Haug (SPD) und die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Recklinghausen, Astrid Neese, setzen sich für die Gleichbehandlung von Frauen ein und zeigen, dass die Forderung im Gesetz für viele Frauen noch ein Traum ist. Jutta Haug: „Wir kommen nicht ohne gesetzliche Reglung weiter." Und das trotz aller rechtlichen Festsetzungen wie der Paragraph 7, Absatz 2, im Allgemeinen Gleichbe-handlungsgesetz: „Bestimmungen, die diskriminieren, sind unwirksam."
Es gibt offenbar in sehr vielen Wirtschaftsbereichen genau dies: diskriminierende Bezahlungen für Frauen. Auf EU-Ebene bekommen Frauen im Schnitt 18 bis 19 Prozent weniger als die Männer. In Deutschland ist das Problem noch größer: Hier erhalten Frauen bei gleicher Arbeit und Qualifiaktion im Schnitt 23 Prozent weniger Geld. Das wurde vom Statistischen Bundesamt 2006 ermittelt. Bei der nächsten Schätzung 2008 blieb es bei 23 Prozent, in Westdeutschland stieg die Differenz der Gehälter von Frauen und Männern aber von 24 auf 25 Prozent. Astrid Neese von der Agentur für Arbeit führt zwei Gründe an: Frauen würden sich auf wenige und schlechter bezahlte, klassische Frauen-Berufe konzentrieren. Und die Unterbrechung ihrer Erwerbsbiografie wegen der Familienzeiten sei ebenfalls für die Ungleichbezahlung verantwortlich. Die Europaabgeordnete Jutta Haug bringt es auf den Punkt: „Was haben wir für die Erzie-hungszeiten gekämpft. Aber genau diese Erziehungszeiten sind jetzt die systematische Bremse für die Entwicklung von Frauen im Beruf."
Dagegen gibt es für Haug nur ein Rezept: „Wir müssen für alle Familien genügend Be-treuungsmöglichkeiten schaffen." Ein flächendeckendes, öffentliches System wie in Frankreich oder Belgien schwebt der Europaabgeord—FOTO: FECHTNER
neten vor. Welche Hindernisse es geben kann, wenn eine Unternehmerin Betreuungs-möglichkeiten für ihre Mitarbeiter einrichten will, davon kann Simone Patz von der Patz GmbH aus Dorsten berichten.
Das Unternehmen, das Me-dizintechnik produziert, hat 20 Mitarbeiter, zu Hälfte Frauen. „Einen Kindergarten in den Betrieb zu integrieren, ist sehr schwer, weil die Auflagen zu hoch sind", sagt Sabine Patz. Dabei wäre ein schnellerer Wiedereinstieg in den Beruf für Frauen so wichtig, aber natürlich nur bei guter Betreuung der Kinder, so Simone Patz. Was die Orientierung vieler Mädchen gerade auf die schlechter bezahlten, klassischen Frauenberufe angeht, wird die Agentur für Arbeit nicht müde, Frauen auf andere Berufsmöglichkeiten hinzuweisen. Weiterhin stehen die Kauffrau im Einzelhandel", die Verkäuferin oder die Friseurin bei den Ausbildungsberufen ganz vorne auf der Liste. Wie Astrid Neese betont, gebe es fast 400 Ausbil-dungsberufe, und doch beschränkten sich die meisten Mädchen und Frauen auf nicht mehr als zehn, die sie mehrheitlich wählen.
Dabei berate die Agentur auch dahingehend, dass sie die Mädchen und Frauen auf die jeweiligen Einkommenschancen deutlich hinweise, sagt Nicole Grossart, Beauftragte für Chancengleichheit bei der Agentur für Arbeit in Recklinghausen. Mit den ver-schiedensten Beratungsmög-lichkeiten will die Agentur den Frauen neu Berufsfelder schmackhaft machen: mit dem Girls' Day zum Beispiel, an dem Mädchen in Männerberufen Praktika absolvieren, oder mit dem Projekt „MINT", um Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz: MINT, „schmackhaft" zu machen. Auch den Wiedereinstieg will die Arbeitsagentur mit monatlichen Info-Vormittagen, mit dem Projekt Teilzeitausbildung für junge Mütter oder mit dem Aktionsprogramm Kindertagesmütter möglich machen.
Dass die Probleme nicht nur unten, sondern auch an der Spitze von Unternehmen zu finden sind, zeigt diese Zahl von Astrid Neese: Drei Viertel aller Top-Positionen in Unternehmen seien von Männern besetzt. Jutta Haug spricht sich deswegen auch für eine Quote in Aufsichtsräten aus. „Ich weiß, dass das weit oben in Unternehmen angesetzt ist. Aber irgendwo muss man ja anfangen." Telekom-Vorstand Thomas Satteiberger hat übrigens vor kurzem verkündet, dass er den Frauenanteil im Management der Telekom bis zum Jahr 2015 auf 30 Prozent erhöhen wolle...



20.03.2010

Über Europa reden beim Stammtisch

Herten. Über viele Themen hatte die heimische Europabgeordnete Jutta Haug (SPD) jüngst beim politischen Stammtisch zu berichten. Knapp zwanzig Mitglieder des SPD-Ortsvereins Herten-Nord und Bürger interessierte insbesondere die tägliche Arbeit im Parlament in Brüssel und Straßburg. Ganz aktuelle Themen - wie die griechische Finanzkrise und die Stabilität des Euro - standen dabei genauso auf der Tagesordnung wie Fragestellungen zu den Rechten des Europäischen Parlaments und zu dessen politischer Bedeutung.


18.03.2010

Politik erleben: EU-Abgeordnete besucht Bundeswehr-Schule in Belgien


Eine nicht alltägliche Unterrichtsstunde wurde den Oberstufenschülern der Deutschen Abteilung der SHAPE International School zuteil: Am 18. März besuchte die Abgeordnete des Europaparlaments Jutta Haug (SPD) die deutsche Bildungseinrichtung, die zusammen mit elf weiteren internationalen Abteilungen auf dem Gelände des NATO-Hauptquartiers im belgischen Mons liegt.

Organisiert wurde der Besuch von Studienrat Leif Busch, dem Politiklehrer der Deutschen Schule. Zur Abrundung seines Unterrichts zum Themenkomplex „Europäische Union“ stellte Busch den Kontakt zur Abgeordneten her und lud sie ein, die kleine Auslandsschule der Bundeswehr zu besuchen. Haug, seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments und aktuell Stellvertretende Vorsitzende des Haushaltsausschusses, sagte gern zu, war der Besuch doch auch für sie eine Premiere: „Ich war noch nie in einer Einrichtung der Bundeswehr.“

> zum Originalartikel


18.03.2010

SPD-Stammtisch mit Jutta Haug

RIED. Jutta Haug, SPD-Europaabgeordnete, war beim vierten Stammtisch des SPD-Ortsvereins Herten-Nord zu Gast. Über viele Themen hatte die Europaabgeordnete nach der Sitzungswoche zu berichten. Knapp zwanzig Mitglieder des Ortsvereins und interessierte Bürger diskutierten in der Gaststätte Schneider in der Ried lebhaft beim politischen Stammtisch mit. Insbesondere die tägliche Arbeit im Paria-men t in Brüssel, in den Ausschüssen und während der Ple-narsitzungswochen in Strassburg interessierte die Gesprächsrunde. Ganz aktuelle Themen wie die griechische Finanzkrise standen auch auf der Tagesordnung.


02.03.2010

Alarmglocken schrillen am PVC-Standort der Region

Vestolit-Spitze diskutiert mit Abgeordneter Jutta Haug über neue EU-Richtlinie
MARL. Jill Evans ist Euro-paabgeordnete der Grünen und hat offenbar gleich die gesamte PVC-Industrie Europas gegen sich aufgebracht. In ihrem Bericht für den Umweltausschuss des Europaparlaments . schlägt sie vor, dass auch PVC und PyC-Zusat2stoffe auf eine Verbotsliste für Elektro- und Elektronikgeräte gehören sollen. Da schrillen die Alarmglocken auch in der Marler Firma Vestolit. Denn die 600 Mitarbeiter aus der Region stellen nichts anderes her als Polyvinylchlorid (PVC).


Deswegen hat das Marler Unternehmen die heimische Europaabgeordnete Jutta Haug (SPD) zu einer Diskussion zu genau diesem Thema eingeladen. Die Geschäftsführer Dr. Arno Knebelkamp und Dr. Michael Träger saßen samt Betriebsratsspitze mit Jutta Haug, die selbst stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss ist, an einem Tisch. Hintergrund: Derzeit wird in Brüssel über eine Neufassung der „Richtlinien zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten", (englisch: RoHS) diskutiert. Darin gibt es eine Liste mit gefährlichen Stoffen, die nicht mehr in diesen Geräten verwendet werden sollen. Derzeit weist die Liste noch kein PVC auf. Das könnte sich aber ändern. Mit dem Kunststoff PVC sollen dazu noch organische Chlor- und Bromverbindungen sowie Weichmacher unter die Beschränkung fallen.
Die beiden Vestolit-Geschäftsführer wiesen dagegen auf die Selbstverpflichtung der PVC-Industrie in Europa hin. Name:„Vinyl 2010". Darin verpflichten sich nicht nur Hersteller, sondern auch Verarbeiter. und Recycler von PVC zum Beispiel, Zusatzstoffe wie Cadmium oder Blei im PVC zu vermeiden. Die Ziele der Selbstverpflichtung seien 2010 erreicht, an eine Nach-folgeregelung bis 2020 werde schon gearbeitet, so Dr. Arno Knebelkamp. „Und dass PVC recyclingfähig ist, haben wir damit auch eindeutig bewiesen", sagt Knebelkamp. 250000 Tonnen PVC würden pro Jahr in der EU recycelt, so der Vestolit-Chef.
Und Jutta Haug bestätigte aus der Brüsseler Perspektive: „Das ist die einzige Selbstverpflichtung der Industrie in Europa, die auch wirklich funktioniert." Deshalb reagierten Europa-Parlamentarier auch eher gereizt, wenn es um Selbstverpflichtungen gehe. „Doch hier bei der PVC-Industrie wird Vernünftiges getan", so Haug. Deswegen sehe sie die Entwicklung derzeit nicht dramatisch. Sie berichtete der Vestolit-Spitze aus dem Umweltausschuss. „Versprechen kann ich zwar nichts, aber ich  glaube, dass PVC schon im Ausschuss nicht mehr auf die
Liste kommen wird, aber erst recht nicht im Parlament selbst", sagte die Abgeordnete. Nur die wenigsten Berichte kamen aus einem Ausschuss so heraus, wie sie hereingekommen seien, so Jutta Haug. Auch die Abgeordnete Jill Evans wird das wissen. DieAb-stimmung im Umweltaus-schuss ist im April.



02.02.2010

Warnung vor PVC-Verbot

Chemie-Industrie beugt vor und bat zu einem Präventiv-Gespräch. EU diskutiert über neue Ummantelung von Elektrokabel
Marl. Noch ist nichts passiert, auch die Europaabgeordnete Jutta Haug ist recht zuversicht-lich, dass sich nichts ändert. Und dennoch: Vorsichtshal-ber wehrt sich die chemische Industrie gegen Überlegungen, den PVC-Einsatz einzu-schränken. Ganz konkret geht es um die Ummantelungen von Elektrokabeln. Gestern versicherten sich Jutta Haug und die Geschäftsführung von Vestolit im Marler Chemiepark gegenseitig, dass man Einschränkungen verhindern muss.


600 Mitarbeiter hat Vestolit in Marl, 20 000 Betriebe mit 540 000 Mitarbeitern in ganz Europa seien von der (möglichen) Neuregelung betroffen, erklärt Vestolit-Geschäftsführer Dr. Arno Knebelkamp. Es geht um rund 200 000 Tonnen PVC von insgesamt sieben
Millionen, die an die Kabelin-dustrie geliefert werden.
Es geht also zum größten Teil um etwas anderes als um Mengen, es geht um das Image der chemischen Industrie. Wie in den 90er Jahren. Damals verständigte man sich auf eine Selbstverpflichtung, die man bis heute durchgehalten habe, so Dr. Knebelkamp. Man habe Additive bei der PVC-Produk-tion herausgelassen, man habe die Emissionen bei der Her-stellung gebannt und die Re-cyclingfähigkeit bewiesen.
Doch immer wieder komme eine Diskussion um die Gefährlichkeit von PVC auf, beklagt auch Dr. Michael Träger, ebenfalls Vestolit-Geschäfts-führer. Jetzt gibt es im EUTJm-weltausschuss einen Gesetzesentwurf, der sich damit befasst, was man bei der Elektrik verwenden darf. Es geht um die Frage, welche Substanzen beschränkt werden sollen. Über den Bericht einer Grünen-Ab-geordneten in Brüssel seien „Teile der Industrie besorgt", so Jutta. Haug.
Betroffen sein könnte PVC, obwohl es für diesen Stoff und seine Abfälle hinsichtlich Gif: tigkeit, Gefährdungspotenzial und Recyclingfähigkeit (gerade in Kabeln) keinerlei Not-wendigkeit für eine Regelung gebe, betont der Chemiepark. Da sich PVC als Material hier völlig unproblematisch ver-halte. Das schlagende Beispiel aus dem Chemiepark: „Die Annahme der Forderungen ohne weitere Anpassung würde in letzter Konsequenz zu echten Auswüchsen führen -zum Beispiel dazu, dass man PVC-Koniäden nicht mehr mft einem Elektromotorf>etreiben dürfte!"
Doch noch ist es nicht so weit. Jutta Haug will sich in die Diskussion einmischen, im April soll die Entscheidung im Ausschuss fallen „Berichte kommen nie so heraus, wie sie reingekorrimen sind", weiß sie aus.jahrelanger Erfahrung. 30 Prozent ihrer Arbeit befasst sich mit Umweltfragen, 70 Prozent mit Finanzen.
Und. was passiert, wenn PVC-ummantelte Kabel ver-boten werden? Dann wird ein anderer Kunststoff genommen, das sei aber aufwändiger, erklären die Vestolit-Ge-schäftsführer. Und deshalb sei das auch von der Industrie nicht erwünscht. Die Ge-sprächsrunde im Chemiepark ist entspannt, Industrie und Politik sind überzeugt, dass es zu keinem Verbot kommt. Das Treffen werten sie als Präven-tivmaßnahme.

SEIT 1994
Größte Anlage
Vestolit betreibt in Marl die größten Polyvinychlorid-Pro-duktionsanlangen in Europa mit einer Kapazität von 400 000 Tonnen pro Jahr. 1994 war die Vestolilt GmbH & Co. KG als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Hüls AG gegründet worden und hatte die Geschäfts- und Pro-duktionseinheiten übernommen. Seit 2006 ist ein amerikanischer Finanzinvestor Hauptanteilseigner der Vestolit Das Unternehmen ist westeuropäischer Marictfuhrer in der Herstellung von PVC für Fensterprofile und für PastervPVC. Außerdem wird es bei der Herstellung von Bodenbelägen eingesetzt Der Name setzt sich zusammen aus .Vest" und „Ht", der Endsilbe der IG Farbenindustrie für PVC-Produkte.



13.01.2010

Europa ja - aber ohne 50-Seiten-Anträge

Im Max-Born-Berufskolleg diskutieren Schüler mit Staatssekretär Michael Mertes und Abgeordneter Jutta Haug
RECKLINGHAUSEN. Tobias Dickhöver (22) hat es gepackt - das „Europa-Fieber". Er ist der erste Euro-paassistent im Handwerk, der seine Prüfung im Max-Born-Beruf skolleg abgelegt hat. Der Anla-genmechaniker stellte sich und die neue Zusatz-qualifikation für Hand-werker gekonnt vor. Anlass war die Diskussion mit zwei hochkarätigen EU-Fachleuten über Europa-Projekte.


Mit den Schülerinnern und Schülern sprechen. Zum Beispiel: die Projektanträge. Dr. Reinhard Hülsewiesche, Europa-Beauftragter des Kollegs, schilderte die Mühen, dass jedes Europa-Projekt mit dem Ausfüllen von Anträgen früher sogar mit 80, heute immerhin noch mit 50 Seiten Umfang beginnt. Mertes und Haug versprachen, sich für eine Entbüro-kratisierung einzusetzen, obwohl Jutta Haug auch zu bedenken gab: Das Parlament wolle natürlich, dass das Geld schnell, aber auch korrekt an die Projektteilneh-
Lehrerinnen und Lehrern diskutierten der NRW-Staats-sekretär für Europa, Michael Mertes, und die heimische Eu-ropaabgeordnete Jutta Haug (SPD). Die erfuhren von Tobias Dickhöver, wie man Euro-paassistent wird (als Zusatzqualifiaktion bei der betrieblichen Ausbildung mit einem vierwöchigen Auslandspraktikum in EU-Ländern) und was er macht (Unterstützung von grenzüberschreitenden Geschäften des Betriebes und Umgang mit internationalen Kunden). Dickhöver ermun-terte auch weitere Betriebe, sich für dieses neue Berufsbild zu engagieren. Denn daran hapert es noch.
Seit einem Jahr ist das Max-Born-Berufskolleg Europaschule. Und es hat noch viel mehr zu bieten als die Ausbil-dung zum Europaassistenten: zahlreiche Kontakte u.a. zu Ir-land, Malta, Zypern, Italien, Frankreich, Schweden. Pro-jekte, Praktika und Austauschprogramme - die Palette der Europa-Aktivitäten hier ist lang. Schulleiter Dr. Lorenz Schultes-Bannert und die Schülerinnen und Schüler präsentierten die Aktivitäten,die Gäste zeigten sich beeindruckt: „Mit Ihnen baut sich ein anderes Europa-Bewusst-sein auf", sagte Jutta Haug begeistert. Doch die beiden Gäste waren ja nicht nur da, um das Geleistete zu würdigen, sondern auch um über die Zukunft und über Probleme zu mer fließen solle. Doch gleichzeitig müsse es auch seine Funktion der Haushaltskontrolle ausüben, sonst heiße es wieder, dass das Parlament das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen hinaus-schmeiße. Ein weiteres Problem: Die Voraussetzungen für Projekte sind nicht in allen EU-Ländern gleich. Das Max-Born-Kolleg erfährt das gerade bei der Prima-Klima-Box in Schweden: Hier unterscheiden sich die Antragsvorausmunter weiter in Sachen Europa: Tschechien und Niederschlesien kommen als neue Projektpartner hinzu. Bald wird es nicht nur einen Schüler-, sondern auch erstmals einen Lehreraustausch mit Malta geben. Und Tobias Dickhöver wird nicht mehr lange der einzige Europaassistent des Kollegs bleiben: Schon für Herbst haben sich sieben neue Schüler zur Prüfung angemel-det. Dickhöver selbst ist dann schon auf dem Weg zum Fachabitur...











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Sonderausschuss für politische und budgetäre Prioritäten nach 2013


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EU-Kalender Wochentext

Der Vertrag von Lissabon XVII

Die EU steht für ein bestimmtes und unverwechselbares Lebensmodell. Dieses wird durch zentrale Werte definiert. Durch den Vertrag von Lissabon werden zum ersten Mal diese Werte der Europäischen Union, die als Leitlinien für das Handeln der EU stehen sollen, genannt. Diese sind u.a. die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Vielfalt, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Mann und Frau.


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